WordPress-UK-Compliance: Die Must-Do-Checkliste 2026

16. August 2026

Machen Sie Ihre WordPress-Website 2026 UK-konform: DSGVO, ICO-Cookies, Datenschutzerklärung, Barrierefreiheit und E-Commerce-Compliance einfach erklärt.

Was bedeutet UK-Compliance für WordPress-Seiten?

Einen WordPress-Site in Großbritannien zu betreiben bedeutet, Gesetze einzuhalten, die Nutzer und Verbraucher schützen. Das wichtigste ist die britische DSGVO, die neben dem Data Protection Act 2018 gilt. Sie betrifft jede Website, die personenbezogene Daten erhebt – von der E-Mail-Anmeldung bis zu Kontaktformularen. Außerdem müssen Sie die Privacy and Electronic Communications Regulations (PECR) für Cookies und Marketing berücksichtigen. Darüber hinaus verlangt der Equality Act 2010 angemessene Barrierefreiheitsanpassungen für Menschen mit Behinderungen, und wenn Sie Waren verkaufen, müssen Sie klare Preise und Mehrwertsteuerdetails angeben. Compliance ist keine einmalige Aufgabe – sie ist eine fortlaufende Verpflichtung.

Cookie-Einwilligung und ICO-Regeln 2026

Das Information Commissioner's Office (ICO) setzt PECR und UK GDPR durch. Ihre WordPress-Website muss vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies eine ausdrückliche Einwilligung einholen. Das bedeutet einen gut gestalteten Cookie-Banner, der den Nutzern eine Wahl lässt und nicht nur ein „Akzeptieren“ anbietet. Auch 2026 liegt der Fokus des ICO weiterhin auf der „Cookie-Müdigkeit“ – vermeiden Sie daher Dark Patterns wie vorab angehakte Kontrollkästchen oder ein schwer auffindbares „Ablehnen“. Beliebte WordPress-Plugins wie CookieYes oder Complianz können helfen, aber Sie müssen sie korrekt konfigurieren. Bewahren Sie eine Aufzeichnung der Einwilligungen auf und überprüfen Sie Ihre Tracking-Skripte alle paar Monate. Überlegen Sie außerdem, ob Sie überhaupt Analyse-Cookies benötigen – datenschutzfreundliche Alternativen sind besser.

Verfassen einer DSGVO-konformen Datenschutzerklärung für WordPress

Jede WordPress-Seite, die personenbezogene Daten erfasst, benötigt eine klare, spezifische Datenschutzerklärung. Sie sollte erklären, was du erfasst, warum, wie lange du es aufbewahrst und mit wem du es teilst. Füge Details zu den Rechten der Nutzer hinzu, wie Auskunft, Berichtigung und Löschung. Erwähne, wie du mit Daten außerhalb des Vereinigten Königreichs umgehst, insbesondere wenn du US-basierte Plugins oder Hosting verwendest. Im Jahr 2026 erwartet die ICO, dass Richtlinien in einfachem Englisch verfasst sind – nicht in Juristensprache. Verwende ein Plugin wie WP Legal Pages, um eine Grundlage zu erstellen, aber passe sie an deine tatsächlichen Plugins an. Vergiss nicht, Cookies und alle Drittanbieter-Dienste wie Google Fonts oder reCAPTCHA aufzulisten.

So machen Sie Ihre WordPress-Website für UK-Nutzer zugänglich

Der Equality Act 2010 verlangt, dass deine WordPress-Website für Menschen mit Behinderungen angemessen barrierefrei sein muss – auch wenn du ein kleines Unternehmen bist. Dazu gehören Tastaturnavigation, Textalternativen für Bilder und ausreichender Farbkontrast. Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2 sind dabei der beste Maßstab. Beschwerden beim ICO betreffen häufig nicht barrierefreie Formulare oder PDFs. Nutze Plugins für Accessibility-Audits wie den Accessibility Checker, aber manuelles Testen ist unerlässlich. Stelle sicher, dass dein Theme mit semantischem HTML aufgebaut ist. Da der European Accessibility Act der EU ab 2026 die Erwartungen auch in Großbritannien beeinflusst, könnte mangelnde Barrierefreiheit rechtliche Risiken bergen – also beginne mit einfachen Verbesserungen.

E-Commerce-Compliance: Umsatzsteuer, AGB und Verbraucherrechte

Wenn Ihre WordPress-Website Produkte oder Dienstleistungen verkauft, müssen Sie das britische Verbraucherschutzrecht einhalten. Geben Sie Ihre eingetragene Geschäftsadresse und Ihre Firmennummer (falls zutreffend) sowie eine eindeutige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer an. Für digitale Güter müssen Sie die Umsatzsteuer mit dem korrekten Steuersatz ausweisen. Sie benötigen transparente Preise, Lieferkosten und eine Rückgaberichtlinie, die den Verbrauchervertragsregelungen

FAQ

Ja, es sei denn, Ihre Website verwendet ausschließlich unbedingt erforderliche Cookies. Nach der PECR müssen Sie vor dem Setzen aller nicht unbedingt erforderlichen Cookies, etwa für Analysen oder Werbung, eine Einwilligung einholen. Ein konformer Cookie-Banner sollte den Nutzern die Auswahl von Kategorien ermöglichen und das Ablehnen genauso einfach machen wie das Akzeptieren. Verwenden Sie ein seriöses WordPress-Plugin, um dies zu verwalten.

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