Der britische Harvard-Zitierleitfaden 2026
14. August 2026
Meistern Sie die britische Harvard-Zitierweise mit unserem Leitfaden für 2026. Zitieren Sie Bücher, Fachzeitschriften und Websites korrekt im Cite-Them-Right-Format. Mit Beispielen.
Warum die Harvard-Zitierweise der Standard für britische Universitäten ist
Wenn du in Großbritannien studierst, wirst du schnell auf die Harvard-Zitierweise treffen. Sie ist eine der am weitesten verbreiteten Zitierstile an britischen Universitäten, insbesondere in den Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften. Anders als APA oder MLA ist Harvard kein einheitlicher, fester Stil – es handelt sich um eine Familie von Autor-Jahr-Systemen. Die meisten britischen Universitäten folgen der Version „Cite Them Right“, die präzise Zeichensetzung und Formatierung vorgibt. Zu verstehen, warum Harvard wichtig ist, ist der erste Schritt: Es würdigt die ursprünglichen Autoren, ermöglicht es deinen Dozenten, deine Quellen nachzuvollziehen, und hilft dir, Plagiate zu vermeiden. Auch im Jahr 2026 verwenden viele britische Institutionen dieses System, und es richtig anzuwenden, kann deine akademischen Noten verbessern. Sieh immer in deinem Modulhandbuch nach, um zu bestätigen, welche Variante deine Universität erwartet.
Kernelemente: Autor, Datum, Titel und der entscheidende Schlusspunkt
Jede Harvard-Referenz im britischen Stil folgt demselben Grundgerüst: Autor(en), Erscheinungsjahr, Titel, Auflage (falls nicht die erste), Erscheinungsort, Verlag und Seitenzahlen für direkte Zitate. Die „standardmäßige" britische Praxis verwendet sorgfältig gesetzte Satzzeichen – der Nachname und die Initialen des Autors kommen zuerst, gefolgt vom Jahr in runden Klammern. Zum Beispiel: Smith, J. (2020) *Business Studies in the UK*. 3. Aufl. London: Pearson. Beachten Sie das Komma nach dem Nachnamen, den Punkt nach „J.", den Punkt nach dem Jahr und den kursiv gesetzten Titel. Im Fließtext schreiben Sie (Smith, 2020) für Paraphrasen oder (Smith, 2020, S. 45) für ein direktes Zitat. Vergessen Sie nicht „Aufl." für Auflage und setzen Sie immer einen Punkt nach dem Verlag – das ist typisch britisch.
Zitieren von Büchern, Fachzeitschriften und Websites auf britische Art
Für eine Buchreferenz verlangt der britische Harvard-Stil den Erscheinungsort gefolgt vom Verlag, wie ich gezeigt habe. Zeitschriftenartikel sind etwas anders: Sie benötigen den Artikeltitel, den Namen der Zeitschrift in Kursivschrift, den Jahrgang, die Heftnummer und den Seitenbereich. Zum Beispiel: Brown, A. (2021) 'The impact of Brexit on SMEs', *British Journal of Management*, 32(4), pp. 915–930. Beachten Sie die einfachen Anführungszeichen um den Artikeltitel und das 'pp.' für Seiten. Websites sind kniffliger: Sie müssen den Autor oder die Organisation, das Jahr, den Seitentitel in Anführungszeichen, den Namen der Website in Kursivschrift, das Datum Ihres Zugriffs und die vollständige URL angeben. Ein wichtiger UK-spezifischer Tipp: Verwenden Sie in Ihrer Referenz immer 'Available at:' und 'Accessed:', und denken Sie an den '–' (Halbgeviertstrich) für Zahlenbereiche.
Sekundärverweise und Rechts-/Politikquellen: Britischer Kontext
In der britischen Wissenschaft begegnen Ihnen häufig Gesetze, Parlamentsberichte und Regierungspublikationen. Harvard hat dafür keine besonderen Regeln, daher passen Sie diese an: Für ein Parlamentsgesetz zitieren Sie den Kurztitel und das Jahr, z. B. (Equality Act 2010). Bei einem Regierungsbericht verwenden Sie das Ministerium als Autor und schreiben ‚London: HMSO‘ oder den entsprechenden Verlag. Sekundärzitate – das Zitieren einer Quelle, die in einem anderen Buch angeführt wird – sind üblich. In Ihr Literaturverzeichnis nehmen Sie nur die Quelle auf, die Sie tatsächlich gelesen haben. Im Fließtext schreiben Sie (zitiert nach Jones, 2022). Seien Sie vorsichtig: Britische Universitäten ziehen oft Punkte ab, wenn Sie sich auf Sekundärzitate statt auf das Original stützen. Befolgen Sie stets die Vorgaben Ihres Fachbereichs, und denken Sie daran, dass ‚ebd.‘ im Harvard-Stil nicht verwendet wird – jedes Zitat wird neu aufgeführt.
Erstellen einer Referenzliste, eines Literaturverzeichnisses und Nutzung von Online-Tools
UK-Harvard macht einen klaren Unterschied zwischen einer Referenzliste und einer Bibliografie. Eine Referenzliste enthält nur die Quellen, die du in deinem Aufsatz zitiert hast; eine Bibliografie fügt alles hinzu, was du für den Hintergrund gelesen hast. In beiden Fällen werden alle Quellen alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors aufgelistet. Hast du zwei Werke desselben Autors aus demselben Jahr, fügst du Buchstaben hinzu: 2020a, 2020b. Viele Universitäten im Vereinigten Königreich bieten RefWorks oder einen Harvard-Generator über das Bibliotheksportal an, aber diese Tools sind nicht immer genau. Ich empfehle, es zuerst manuell zu lernen. Im Jahr 2026 ist es verlockend, in Sekundenschnelle eine gesamte Referenzliste zu erstellen, aber Dozenten erkennen Fehler bei der Zeichensetzung und fehlende Ortsangaben. Nutze die offizielle „Cite Them Right“-App oder den Bibliotheksleitfaden deiner eigenen Einrichtung – die entsprechen exakt den lokalen Konventionen.
FAQ
Der Hauptunterschied liegt in der Zeichensetzung und bestimmten Details. Harvard (britischer Stil) setzt ein Komma zwischen Autor und Jahr, enthält den Verlagsort und verwendet für Online-Quellen „Available at“. APA nutzt ebenfalls das Autor-Jahr-System, hat aber ein anderes Format für Seitenzahlen, Auflagen und digitale Objektkennungen (DOIs). Britische Universitäten bevorzugen in der Regel Harvard.