Anträge auf flexibles Arbeiten im Jahr 2026: Ein vollständiger UK-Leitfaden

11. August 2026

Verstehen Sie das Recht auf flexible Arbeitsgestaltung ab dem ersten Tag im Vereinigten Königreich 2026, das Verfahren, Ablehnungsgründe und Arbeitgeberpflichten.

Was ist ein Antrag auf flexibles Arbeiten im Jahr 2026?

Ein Antrag auf flexibles Arbeiten ist eine formelle Anfrage, um zu ändern, wie, wann oder wo Sie arbeiten. Seit April 2024 haben alle Arbeitnehmer im Vereinigten Königreich das gesetzliche Recht, flexible Arbeitsformen bereits ab dem ersten Tag ihrer Beschäftigung zu beantragen – dies gilt auch im Jahr 2026 weiterhin. Der Antrag kann Teilzeit, verdichtete Arbeitszeiten, Gleitzeit, Hybridarbeit oder vollständige Remote-Arbeit, Jobsharing oder gestaffelte Beginn- und Endzeiten umfassen. Nach der Einreichung muss Ihr Arbeitgeber den Antrag in angemessener Weise bearbeiten und innerhalb von zwei Monaten darauf antworten. Der gesetzliche Rahmen wird durch den Acas-Verhaltenskodex gestützt, der die Erwartungen an beide Parteien festlegt.

Die 8 betrieblichen Gründe, aus denen ein Arbeitgeber ablehnen kann

Nach britischem Recht kann ein Arbeitgeber einen Antrag auf flexibles Arbeiten nur ablehnen, wenn ein berechtigter geschäftlicher Grund vorliegt. Diese acht Gründe sind die einzigen zulässigen: zusätzliche Kosten für das Unternehmen, die Unfähigkeit, die Kundennachfrage zu erfüllen, Qualitäts- oder Leistungsprobleme, unzureichende Arbeit während der angenommenen Arbeitszeiten, geplante strukturelle Änderungen oder eine nachteilige Auswirkung auf die Fähigkeit des Teams, effektiv zu arbeiten. Arbeitgeber können den Antrag auch ablehnen, wenn die Änderung die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter bedeuten würde oder wenn der Antrag ihrer Fähigkeit widerspricht, die Arbeit unter den bestehenden Mitarbeitern neu zu organisieren. Jede Ablehnung muss schriftlich klar einen oder mehrere dieser Gründe anführen.

So stellen Sie einen Antrag auf flexibles Arbeiten

Um im Jahr 2026 einen Antrag auf flexibles Arbeiten zu stellen, müssen Sie diesen schriftlich einreichen – dies kann ein formelles Schreiben, eine ausführliche E-Mail oder sogar das Acas-Formular sein. Ihr Antrag sollte angeben, dass es sich um einen gesetzlichen Antrag auf flexibles Arbeiten handelt, die genaue gewünschte Änderung, das vorgeschlagene Startdatum und wie sich dies Ihrer Meinung nach auf das Unternehmen auswirken könnte. Sie müssen außerdem erläutern, wie etwaige Auswirkungen bewältigt werden könnten. Innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten können Sie nur zwei gesetzliche Anträge stellen. Es lohnt sich also, Ihren Vorschlag sorgfältig zu durchdenken. Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag – dieser kann auch ein internes Verfahren enthalten, das zu befolgen ist.

Pflichten des Arbeitgebers und der Entscheidungsprozess

Sobald ein Antrag eingegangen ist, hat der Arbeitgeber zwei Monate Zeit, eine Entscheidung zu treffen, einschließlich eines etwaigen Einspruchsverfahrens. Er muss sich zunächst mit Ihnen beraten – in der Regel in einem Gespräch, in dem beide Seiten den Vorschlag erörtern und Alternativen vorschlagen können. Eine Ablehnung muss auf gesetzlichen betrieblichen Gründen beruhen und klar erklären, wie die Entscheidung zustande kam. Der Acas-Verhaltenskodex ist hier von zentraler Bedeutung; eine unangemessene Nichteinhaltung kann eine Entschädigung durch das Arbeitsgericht um bis zu 25 % erhöhen. Sie haben außerdem das Recht, Einspruch einzulegen, und Ihr Arbeitgeber muss ein Einspruchsgespräch führen, bevor das endgültige Ergebnis bestätigt wird.

Wichtige Tipps für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Für Arbeitnehmer: Überlegt, was das Unternehmen braucht, und formuliert eure Anfrage als Win-win-Situation. Schlagt eine Probephase vor, um Bedenken auszuräumen, und zeigt euch offen für alternative Lösungen. Bewahrt Kopien des gesamten Schriftverkehrs auf und tragt die Zweimonatsfrist in den Kalender ein. Für Arbeitgeber: Haltet euch stets an den Acas-Kodex – bearbeitet Anfragen zeitnah, trefft euch mit dem/der Arbeitnehmer:in, erwägt alle Optionen ernsthaft und vermeidet jegliche Diskriminierung. Ein Antrag auf flexibles Arbeiten ist keine formelle Beschwerde, sollte aber mit Sorgfalt und Konsequenz behandelt werden. Regelmäßige Überprüfungen und klare Kommunikation können aus einem erfolgreichen Antrag einen langfristigen Produktivitätsschub machen.

FAQ

Yes. Since 6 April 2024, employees have the day-one right to request flexible working in Großbritannien. This remains in force in 2026. You do not need a minimum length of service, but you must be classed as an employee rather than a worker. You can submit two statutory requests in any 12-month period.

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